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Neues aus der Evangelischen Kirchengemeinde Kroppach

Informationen zu unseren Gottesdiensten finden sie unter oder im Verlauf dieser Seite (siehe unten)


18.01.2012

Bildungsreferent Karl Schmidt geht in den Ruhestand

Abschiedsgottesdienst in Willmenrod

In einer voll besetzten Kirche ist der Bildungsreferent des Dekanats Bad Marienberg, Karl Schmidt, in Willmenrod offiziell verabschiedet worden. Schmidt war im Dezember nach 31 Jahren evangelischer Bildungsarbeit im Westerwald in den Ruhestand gegangen. Der 62jährige gebürtige Franke war 23 Jahre lang Jugendreferent im Ev. Dekanat Bad Marienberg, dann für noch mal acht Jahre Referent für Erwachsenbildung.

Zahlreiche Gruß- und Dankesworte

Den festlichen Abschiedgottesdienst gestalteten zahlreiche Wegbegleiter aus dem beruflichen Leben Karl Schmidts mit, wie Wilfried und Regina Kehr von der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Erwachsenbildung im Westerwald, Achim Marx, Gisela Fein und Edith Kachler als Teilnehmer der von Schmidt organisierten, Bildungsveranstaltungen. Außerdem wurden zahlreiche, zum Teil emotional sehr berührende, Gruß- und Dankesworte an Karl Schmidt und seine Frau Gerlinde für die im Westerwald geleistete Arbeit weitergegeben, unter anderem von Pfarrerin Monika Kramer aus Willmenrod, Stephan Keßler, Cornelia Hof, Markus Kachler und Lars Limbach.

Italienische Gitarrenmusik zum Abschied

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen der Gitarrist und Sänger Santino de Bartolo zusammen mit Walter Siefert (Akkordeon). Die Orgel spielte Lars Limbach. Karl Schmidt predigte aus dem Lukasevangelium, Kapitel 24, über die Emmaus-Jünger. In dieser Geschichte kehren zwei junge Männer nach der Kreuzigung der kleinen Schar der Gläubigen in Jerusalem den Rücken und gehen nach Hause nach Emmaus. Und als die Zwei unterwegs sind, begegnet ihnen der auferstandene Christus, aber sie erkennen ihn nicht. 

Chorfenster als Wegweiser

Diese Geschichte zeigt auch das Chorfenster in der Ev. Stiftskirche in Gemünden, in der Karl Schmidt vor 31 Jahren eingeführt wurde. Die Geschichte der Emmaus-Jünger sei auch seine Geschichte, berichtete Karl Schmidt in seiner Predigt. Nach nur einjähriger Tätigkeit im Dekanat Bad Marienberg habe er den Westerwald 1981 schon wieder verlassen wollen. Als Zugereister aus der Nähe von Nürnberg sei es zunächst sehr schwer gewesen sich in einem Westerwald-Dorf zu integrieren, sagte Schmidt. Das Chorfenster in Gemünden mit den Emmaus-Jüngern habe ihm jedoch klar gemacht, dass Christus seine Zukunft gestalten wolle und er entschied sich zu bleiben, schließlich für den Rest seiner beruflichen Laufbahn.

Dank an das Ev. Dekanat Bad Marienberg

Schmidt dankte den Verantwortlichen im Dekanat Bad Marienberg dafür, dass er in seinem beruflichen Leben immer habe tun können, was ihm wichtig gewesen sei. Dekan Martin Fries nannte Schmidt eine tragende Säule des Dekanats und dankte ihm für die geleitete Arbeit. Dann sprach er Karl Schmidt zusammen mit Annette Kessler und Dr. Frank Griess vom Dekanatssynodalvorstand Gottes Segen zu. Im Anschluss an den zweieinhalbstündigen Abschiedsgottesdienst waren die Besucher zu einem Imbiss im benachbarten Martin-Luther-Gemeindehaus eingeladen. (shg)



09.01.2012

Stipendium verliehen

Theologiestudent aus Kroppach erhält 1000 Euro 


Der Theologiestudent Manuel Fetthauer aus Kroppach hat ein Stipendium in Höhe von 1000 Euro der Hessischen Lutherstiftung erhalten. Der 23-jährige studiert Evangelische Theologie auf Pfarramt an der Philipps-Universität in Marburg. Die Hessische Lutherstiftung, die 1883 gegründet wurde, vergibt jedes Jahr einmalige Leistungsstipendien für Studenten der Theologie zur Anerkennung einer herausragenden wissenschaftlichen Einzelleistung während des Studiums.

 

Seminararbeit über Sterben und Tod

Fetthauer hat Mitte 2011 eine theologische Seminararbeit mit dem Titel „Denn wie wir glauben, so wird uns geschehen“ – Sterben und Tod im Mittelalter und in Luthers Werken, eingereicht. Ziel dieser Arbeit sei es, den Umgang mit Sterbenden und Toten und damit verbundene Rituale und Bräuche im Spätmittelalter aufzuzeigen und sie im Hinblick auf die Schriften Luthers hin zu untersuchen, berichtet der Preisträger. „Es ist auffällig, dass in heutiger Zeit Menschen zunehmend in ihren letzten Stunden vereinsamen. Sie sterben in Altenheimen, Krankenhäusern oder Hospizen und immer weniger zu Hause in einer vertrauten und gewohnten Umgebung. Die Gesellschaft verdrängt folglich den Gedanken der eigenen Sterblichkeit statt den Tod, wie im Mittelalter, als Teil des Lebens zu sehen. Die Frage und die damit verbundene Angst, was nach dem Tod mit dem Menschen passiert, sind bei Luther ebenso aktuell wie heute. Diese Vorstellung hat mit der Angst zu tun, sich nach dem Tod im „Nichts“ zu verlieren. Hierauf muss eine moderne Seelsorgepraxis eine Antwort finden." Manuel Fetthauer will im Anschluss an sein Studium zunächst promovieren. „Auf jeden Fall möchte ich danach als Pfarrer im Gebiet der EKHN (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) tätig sein!“ (shg)

-Sabine Hamann-Gonschorek



Dezember 2011

"Ein besonderes Erbe der Reformation" - Einführung von Prädikantinnen und Prädikanten

Fünfzehn neue Prädikantinnen und Prädikanten wurden feierlich in Dillenburg-Manderbach von Pröpstin Annegret Puttkammer für den Predigtdienst in den Kirchengemeinden bevollmächtigt.
Vorausgegangen war eine über 15 Monate dauernde Schulung mit einer Abschlussprüfung. Mit dem Gottesdienst in Manderbach, den Pröpstin Puttkammer hielt, endete offiziell die Ausbildung. Vor 150 Anwesenden bevollmächtigte Frau Puttkammer die fünfzehn neuen Prädikanten. In ihrem Predigttext zu Lukas 21, 25-33: "Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht" hat sie die Bedeutung der Verkündigung ganz besonders hervorgehoben. Gott befähigt Menschen zu seinem Zeugendienst. Pröpstin Puttkammer sagte, Prädikanten symbolisieren evangelisches Profil: Viele Ehrenamtliche (etwa 780 Prädikanten und 508 Lektoren) sind in der EKHN zum Predigtdienst bevollmächtigt. Darin gewinnt ein besonderes Erbe der Reformation Gestalt - das "Priestertum aller Gläubigen".

Aus unserer Gemeinde wurde als Prädikant Herr Wolfgang Krämer aus Luckenbach bevollmächtigt. Wir wünschen ihm für seinen Dienst alles Gute und Gottes reichen Segen.






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