Abschiedsgottesdienst in Willmenrod
In einer voll
besetzten Kirche ist der Bildungsreferent des Dekanats Bad Marienberg, Karl
Schmidt, in Willmenrod offiziell verabschiedet worden. Schmidt war im Dezember
nach 31 Jahren evangelischer Bildungsarbeit im Westerwald in den Ruhestand
gegangen. Der 62jährige gebürtige Franke war 23 Jahre lang Jugendreferent im Ev.
Dekanat Bad Marienberg, dann für noch mal acht Jahre Referent für
Erwachsenbildung.
Zahlreiche Gruß- und Dankesworte
Den festlichen Abschiedgottesdienst gestalteten zahlreiche
Wegbegleiter aus dem beruflichen Leben Karl Schmidts mit, wie Wilfried und
Regina Kehr von der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Erwachsenbildung im
Westerwald, Achim Marx, Gisela Fein und Edith Kachler als Teilnehmer der von
Schmidt organisierten, Bildungsveranstaltungen. Außerdem wurden zahlreiche, zum
Teil emotional sehr berührende, Gruß- und Dankesworte an Karl Schmidt und seine
Frau Gerlinde für die im Westerwald geleistete Arbeit weitergegeben, unter
anderem von Pfarrerin Monika Kramer aus Willmenrod, Stephan Keßler, Cornelia
Hof, Markus Kachler und Lars Limbach.
Italienische Gitarrenmusik zum Abschied
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen der
Gitarrist und Sänger Santino de Bartolo zusammen mit Walter Siefert (Akkordeon).
Die Orgel spielte Lars Limbach. Karl Schmidt predigte aus dem Lukasevangelium,
Kapitel 24, über die Emmaus-Jünger. In dieser Geschichte kehren zwei junge
Männer nach der Kreuzigung der kleinen Schar der Gläubigen in Jerusalem den
Rücken und gehen nach Hause nach Emmaus. Und als die Zwei unterwegs sind,
begegnet ihnen der auferstandene Christus, aber sie erkennen ihn nicht.
Chorfenster als Wegweiser
Diese Geschichte zeigt auch das Chorfenster in der Ev. Stiftskirche in
Gemünden, in der Karl Schmidt vor 31 Jahren eingeführt wurde. Die Geschichte der
Emmaus-Jünger sei auch seine Geschichte, berichtete Karl Schmidt in seiner
Predigt. Nach nur einjähriger Tätigkeit im Dekanat Bad Marienberg habe er den
Westerwald 1981 schon wieder verlassen wollen. Als Zugereister aus der Nähe von
Nürnberg sei es zunächst sehr schwer gewesen sich in einem Westerwald-Dorf zu
integrieren, sagte Schmidt. Das Chorfenster in Gemünden mit den Emmaus-Jüngern
habe ihm jedoch klar gemacht, dass Christus seine Zukunft gestalten wolle und er
entschied sich zu bleiben, schließlich für den Rest seiner beruflichen
Laufbahn.
Dank an das Ev. Dekanat Bad Marienberg
Schmidt dankte den Verantwortlichen im Dekanat Bad Marienberg dafür, dass er
in seinem beruflichen Leben immer habe tun können, was ihm wichtig gewesen sei.
Dekan Martin Fries nannte Schmidt eine tragende Säule des Dekanats und dankte
ihm für die geleitete Arbeit. Dann sprach er Karl Schmidt zusammen mit Annette
Kessler und Dr. Frank Griess vom Dekanatssynodalvorstand Gottes Segen zu. Im
Anschluss an den zweieinhalbstündigen Abschiedsgottesdienst waren die Besucher
zu einem Imbiss im benachbarten Martin-Luther-Gemeindehaus eingeladen.
(shg)
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