Kategorie-Archiv: Andacht

Reminiszere – Andacht zum 2. Sonntag in der Passionszeit

Wochenspruch
Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ Röm 5, 8

Die Geschichte von Gott und uns Menschen – eine besondere Beziehungsgeschichte. Das Interesse Gottes an mir, seine besondere Zuwendung kommen darin zum Ausdruck, dass Gott in diese Beziehung investiert und sich dafür einsetzt, lange bevor es mir bewusst ist. Ich weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal davon, dass diese Beziehung zwischen ihm und mir besteht. In der Weise wie Gott diese Beziehung gestaltet erkenne ich, wie wichtig ich ihr bin. All mein Glaube ist Reaktion auf etwas, für das jemand vorausschauend tätig war. Was kann ich mir mehr wünschen, als dass mich Gott so im Blick hat: hoffend und voller Zutrauen, dass aus mir die wird, die Gott in mir sieht. So ist Glaube ein Zutrauen in mich und damit auch eine Zu – mut – ung.
Wie gut, dass es diese Liebe gibt.

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Andacht Reminiszere

Invokavit – Andacht zum 1. Sonntag der Passionszeit

Wochenspruch
„Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.“
1. Joh 3, 8b

Ich tue mich schwer damit, das Böse in Form des Teufels zu manifestieren. Aber wenn wir einmal in dem Bild bleiben, dann lassen sich seine Werke sehr wohl beschreiben: menschenverachtendes Verhalten, Unterdrückung, Unrecht, der schamlose Gebrauch von Lügen. Sachverhalte werden verdreht, bis sich keiner mehr auskennt und Vertrauen nicht mehr möglich scheint. Hass und Hetze vergiften und beschädigen Beziehungen. Immer wieder begegnen mir Menschen, die davon überzeugt sind, dass das Böse siegen wird. Stimmt das? Sind Dreistigkeit und Menschenverachtung stärker als Respekt vor der Menschenwürde?

Unsere christliche Hoffnung ist da ganz eindeutig. Wir glauben an das gute Ende aller Dinge. Das Böse wird nicht das letzte Wort haben. Gottes Sohn hat den Teufel in seine Schranken verwiesen. Die Geschichte der Kreuzigung und der Auferstehung lehrt uns, wie das Böse zu überwinden ist. Es ist der Weg der Liebe, der Barmherzigkeit und der Vergebung.

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Andacht Invokavit

Estomihi – Andacht zum Sonntag vor der Passionszeit

Wochenspruch
Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (LK 18, 31)

In den Wochen vor Ostern begleiten wir Jesus auf dem Weg nach Jerusalem und schauen in den Gottesdiensten bewusst seine Leidensgeschichte an.

Für mich hat das den Sinn, das Hinschauen und Standhalten einzuüben. Ich erfahre: Ich habe die Kraft, auch das Leid anzuschauen und auszuhalten. Und ich bin damit nicht allein. Menschen sind an meiner Seite, und Gott selbst geht mit uns. Auch auf den schweren Wegen bleibt er da. Das gibt Mut, mit einem ehrlichen Blick auf mein Leben zu schauen: auf die Freude und auf das Leid, das zum Menschsein gehört. Und es hilft mir auf meine Schwestern und Brüder zu schauen, auch ihre Freude und ihr Leid wahrzunehmen, sie auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Lasten mit ihnen zu teilen.

Mitleiden heißt: Den Hunger nach Hoffnung aushalten, statt ihn mit wohlmeinenden Worten abzuspeisen. Dableiben, Fragen und Klagen hören. Sich dem Schrei nicht verschließen. Die Hand halten bis zuletzt. Weil er da ist, der uns in Händen hält über alle Grenzen hinaus.

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Andacht Estomihi.

Andacht zum zweiten Sonntag von der Passionszeit (Sexagesimae)

Wochenspruch
„Heute, wenn ihr meine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.“ (Hebr.3,15)

Vielleicht kennen Sie das. Da plant man einen Ausflug, hat einen bestimmten Plan im Kopf, wie alles zu organisieren ist, damit die Familie pünktlich los kommt. Doch man hat diese Rechnung, ohne die Tochter gemacht. Sie muss unbedingt ihr Lieblingskuscheltier haben, das aber gerade unauffindbar ist. Und wie verstockt ist sie keiner logischen Erklärung und keiner Vertröstung auf später zugänglich. Sie hört auf nichts anderes als auf ihr Herz, das ihr sagt, was sie unbedingt zum Leben braucht. Und es bleibt nichts anders übrig als sich auf die Suche zu machen, um das Stofftier in einem Korb zu finden, in dem es beim letzten Spielen vergessen wurde. Bei Kindern ist das manchmal so, da wird ein Anliegen, das sie gerade bewegt zum bestimmenden Thema. Die Aufmerksamkeit für alles andere geht verloren. Unser Wochenspruch weist uns darauf hin, den Dingen, die für meinen Weg und für meinen Glauben wichtig sind, die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, damit ich Wesentliches nicht verpasse. Vordergründige Dinge sollen mich nicht so in Anspruch nehmen, dass ich für Gottes Stimme unerreichbar bin, die mich doch, wenn ich sie höre, auf einen guten Weg ins Leben führt.

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Andacht Sexagesimae

Andacht zum letzten Sonntag nach Epiphanias

Wochenspruch:
„Über dir geht auf der Herr; und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ (Jes 60,2)

Der Prophet Jesaja ist überzeugt: Es wird Zeit für das Licht. Gottes Volk darf die Finsternis hinter sich lassen und dem Licht entgegen gehen. Auch ich kenne Dunkel und Licht. Wenn zart die Liebe sich zwischen zwei Menschen entspannt, dann leuchtet die Liebe aus ihren Augen, dann strahlen die Gesichter, oder wenn jemand nach langer Krankheit die ersten Schritte wieder alleine gehen kann. Es gibt Momente, da erkennen wir die Herrlichkeit Gottes. Dann wölbt sich der Himmel über uns wie ein schützendes Dach oder strahlt, wie ein Stern am Himmel. Und dann gilt es zu vertrauen und loszugehen, so wie einst die Weisen dem Stern gefolgt sind. Das dürfen wir glauben, darauf können wir hoffen: Gott zeigt den Weg in der Finsternis. Gott lässt sein Licht auch für uns aufgehen, für Sie und mich auf unserem Weg. So sind wir auch jetzt zusammen in seinem Namen, im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

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Andacht letzter Sonntag nach Epiphanias.