Küster

Der Beruf des Küsters

Wenn die Pfarrerin am Sonntag morgen die Gemeinde herzlich zum Gottesdienst begrüßt, hat der Küster schon eine ganze Menge geleistet: Früh morgens hat er den Gehweg vor der Kirche und die Treppen zum Eingang vom rutschigen Laub befreit, damit kein
Gottesdienstbesucher hinfällt. Dann hat er die Lieder an die Liedertafeln angeschlagen, den Altar mit Kelch und Brot für das Abendmahl vorbereitet, die Altarkerzen angezündet und auch Wasser erwärmt, damit das Baby bei der Taufe später nicht vor Schreck wegen des eiskalten Wassers anfängt zu weinen. Er hat die Glocken geläutet, der Gemeinde die Gesangbücher ausgeteilt und einer älteren Dame die Treppen hinauf geholfen.

Das Wort „Küster“ stammt aus dem Lateinischen. Der „custos“ ist ein Türsteher. Damit ist aber der Beruf des heutigen Küsters nicht ausreichend beschrieben: Der Beruf Küster umfasst ein breites Spektrum von Aufgaben: Teils präsentiert der Küster die Gemeinde und ist dabei im Anzug gekleidet– zum anderen versieht er seinen Dienst im Blaumann und hält die Kirche und die kirchlichen Gebäude in Schuss.

Es gibt keine Ausbildung zum Küster. Den Beruf kann jeder ausüben, der sich auf eine freie Küsterstelle bewirbt. Der Umfang der Arbeit ist dabei sehr unterschiedlich. In manchen Gemeinden wird der Küsterdienst von einer rüstigen Rentnerin versehen, die Sonntags die Kirche aufsperrt, vorbereitet und nachher wieder schließt. In anderen Gemeinden umfasst der Küsterdienst neben der gottesdienstlichen auch gärtnerische und hausmeisterliche Tätigkeiten, die eine volle Stelle ausfüllen und einiges handwerkliches Geschick verlangen.


KüsterInnen in der Kirchengemeinde Kroppach

Derzeit sind in unserer Gemeinde nebenamtlich 4 Küster(innen) beschäftigt.

Kroppach: Marlies Schmitt, Tel. 02688 / 987497
Mudenbach: Helmut Noll, Tel. 02688 / 8733
Atzelgift/Luckenbach: Kirill Gass, 0159 / 04037 816
Mörsbach: Marlies Schmitt, Tel. 02688 / 987497